Stellungnahme des LVTS e.V. zur Reform der Bildungspläne (2015)

GrundschuleGymnasiumSekundarstufe 1 Allgemein bildenden Schulen

Die Reform der Bildungspläne legt zu Recht besonderen Wert darauf, dass die individuelle Kompetenzentwicklung des Kindes und der Jugendlichen, also der „Bildungsprozess“, als zentraler Aspekt beachtet wird.
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Katharina Weyland – Theater mit Jugendlichen

Taschenbuch: 144 Seiten, 14,95 €

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Rezension in der Zeitschrift für Theaterpädagogik

Tipps und Tricks direkt aus der Praxis
Die ausgebildete Schauspielerin Katharina Weyland schöpft in ihrem Buch in gleichem Maße aus ihrer umfassenden beruflichen Erfahrung an professionellen Bühnen wie aus ihrer langjährigen Theatererfahrung in der Schule.
Einsteiger erhalten grundlegende Informationen für die Theaterarbeit an der Schule. Erfahrene Spielleiter erweitern ihre Handlungsmöglichkeiten durch ein großes Spektrum praxiserprobter Tipps und Tricks.

Stellungnahme zur Streichung der Koordinierungsstelle für Schultheater

Konstanz, den 31. Juli 2015

Stellungnahme zur Streichung der Koordinierungsstelle für Schultheater

Sehr geehrter Herr Minister Stoch,
wir mussten leider zur Kenntnis nehmen, dass die Koordinierungsstelle für Schultheater, die in den letzten Jahrzehnten von Werner Jauch besetzt war, ersatzlos gestrichen wurde.
Das finden wir aus mehreren Gründen schwer nachvollziehbar, kontraproduktiv und überaus bedauerlich: „Stellungnahme zur Streichung der Koordinierungsstelle für Schultheater“ weiterlesen

Reaktion der CDU auf die Stellungnahme des LVTS zu den Bildungsplänen

Sehr geehrte Frau Kienle-Weber,

für Ihre Mail vom 2. Juli 2015 und die Zusendung der Stellungnahme des Landesverbands Theater in Schulen Baden-Württemberg zur Reform der Bildungspläne danke ich Ihnen. Ihre Stellungnahme habe ich mit Interesse gelesen. Gerne wird die CDU-Landtagsfraktion sie bei ihrer Gesamtbetrachtung der Bildungspläne berücksichtigen und die Anliegen und Positionen der Schultheater in die anstehenden parlamentarischen Beratungen einfließen lassen. Kunst und Kultur sind aus meiner Sicht wesentliche Bestandteile einer umfassenden Bildung, die es dem Einzelnen ermöglicht, sich zu entfalten. Kulturelle Bildung trägt gerade bei Kindern und Jugendlichen zur Persönlichkeitsentwicklung bei, vermittelt Werte und fördert die Entwicklung eines ästhetischen Bewusstseins. Deshalb stellt das Thema „Kulturelle Bildung“ auch einen wichtigen Baustein der Kunstkonzeption „Kultur 2020. Kunstpolitik für Baden-Württemberg“, die von der CDU-geführten Landesregierung erarbeitet worden war, dar. Die Theater nehmen im Bereich der kulturellen Bildung eine bedeutende Rolle ein. Vor diesem Hintergrund bedaure ich es wie Sie sehr, dass das Kultusministerium in den Bildungsplänen kein Leitprinzip kulturelle Bildung vorsieht. Aus meiner Sicht hätte dies dazu beigetragen, der kulturellen Bildung einen noch höheren Stellenwert an den Schulen beizumessen. Auf meine Anfrage hin hat die Landesregierung aber zumindest angekündigt, die kulturelle Bildung in der Einführung zu den neuen Bildungsplänen prominent zu benennen. Die entsprechende Drucksache finden Sie beigefügt. Die CDU-Landtagsfraktion wird sich weiter dafür einsetzen, dass die kulturelle Bildung zukünftig eine angemessene Rolle an den Schulen spielt.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Kurtz
Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg Wahlkreis Leonberg – Herrenberg – Weil der Stadt

Haus der Abgeordneten
Konrad-Adenauer-Str.12
70173 Stuttgart
Tel. (0711) 2063-951
Fax (0711) 2063-14951
E-Mail: sabine.kurtz@cdu.landtag-bw.de
www.sabine-kurtz.de

Schultheatertage der Länder 2016 in Erfurt

1 8. — 2 4. SEPTEMBER 2016 in ERFURT (THÜRINGEN)

Baden-Württemberg wird in Erfurt mit dem Spohn Gymnasium aus Ravensburg vertreten sein. Der Theaterlehrer Oliver Villa hat mit 14 SchülerInnen zwischen 13 und 18 Jahren eine eigene Bearbeitung des Romanes NICHTS, WAS IM LEBEN WICHTIG IST von Janne Teller auf die Bühne gebracht. Der LVTS freut sich sehr, dass diese provokante Geschichte, die sehr kraftvoll, eindrücklich und in einer kollektiven Erzählweise von der Gruppe umgesetzt ist, von der Jury ausgewählt wurde. Herzlichen Glückwunsch nach Ravensburg und ein schönes, erfolgreiches Festival im September in Erfurt!

Intern. Tag des Schultheaters – Erklärung des BVTS 2014

27. November 2014

BVTS_Positionspapier

Erklärung des Bundesverbands Theater in Schulen e.V.

Am Internationalen Tag des Schultheaters machen die TheaterlehrerInnen der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit ihren KollegInnen vieler Länder und der UNESCO darauf aufmerksam, dass auch in Deutschland weder die UN-Kinderrechte-Konvention noch die UNESCO-Forderungen zur Kulturellen Bildung angemessen beachtet und umgesetzt werden.

Theater und Tanz sind wichtige Elemente jeder Kultur dieser Welt, an ihnen sollten alle Kinder und Jugendlichen teilhaben dürfen. In unserem Bildungssystem kann dafür nur die allgemein bildende Schule garantieren, indem sie in allen Schulen das Fach Theater/Darstellendes Spiel/Gestalten anbietet. Von Australien bis Island ist das in einigen Ländern verwirklicht, in Deutschland aber ist Hamburg das einzige Land, in dem dieses Kinderrecht verwirklicht wurde. Es genügt nicht, wenn in vielen Bundesländern die Schüler der gymnasialen Oberstufen das Fach Darstellendes Spiel wählen dürfen. Kinder aller Altersstufen brauchen das Theaterspielen mit seinen vielfältigen Bildungsmöglichkeiten im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, der Sozial- und Teamkompetenzen, der Kreativität und der ästhetischen und kulturellen Bildung.

Wir fordern im Einklang mit

  • IDEA – International Drama/Theatre in Education Association (s. IDEA-Day-Resolution 2014)
  • UNESCO – Lisbon Road Map 2006 und Seoul Agenda 2010
  • BV.TS – Bundesverband Theater in Schulen mit 5000 Mitgliedern in den Bundesländern
  • DKR – Deutscher Kulturrat („Für eine Verantwortungspartnerschaft in der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche“, 18.6.2014)
  • und der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Kultur in Deutschland“ (2006)

die vollständige Einführung des Fachs Theater in allen Schulformen und Alterstufen.

In diesem Jahr schließen wir uns insbesondere den Stellungnahmen des BV.TS und des DKR vom Juni 2014 an, in denen die Kultusministerkonferenz aufgefordert wird, ihre „Empfehlung zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung“ für ihren eigenen Verantwortungsbereich – die Schulen – zu konkretisieren und hier ihre eigene Verantwortung anzuerkennen sowie Ziele zu ihrer vollständigen Umsetzung zu benennen:

„Die Schule ist der einzige Ort, an dem kulturelle Bildung alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer sozialen, ökonomischen und kulturellen Herkunft – in hoher Qualität erreicht (…) Dort sind die Kultusministerien selbst gefordert, sich dieser Verantwortung zu stellen und dafür zu sorgen, dass allen Schülerinnen und Schülern ein Mindestmaß an kultureller Bildung zugänglich gemacht und in allen Schulformen und -stufen ein qualifizierter Unterricht in Kunst, Musik, und Theater erteilt wird. “ (BV.TS, 27.6.14)

„Die Länder sind in der kulturellen Bildung verantwortlich für die künstlerischen Schulfächer Kunst, Musik und Theater (…), legen die Curricula für den Unterricht in Kunst, Musik, Theater und Tanz fest und tragen die Verantwortung für deren sachlichen und personelle Ausstattung. Die besondere Chance der künstlerischen Schulfächer besteht darin, alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen. Durch sie kommen also auch jene Kinder und Jugendlichen mit den verschiedenen künstlerischen und ästhetischen Disziplinen in Berührung, die ansonsten nicht die Chance, die familiäre Anregung oder eigene Motivation dazu hätten. Die künstlerischen Schulfächer verlangen als Teil der Allgemeinbildung eine entsprechende Ausbildung der Lehrkräfte mit spezifisch künstlerischen Inhalten und Auslastung aller Kapazitäten.“ (Deutscher Kulturrat, 18.6.14)

Vollständige Einführung des Faches Theater/Darstellendes Spiel
in allen Schulformen und Schulstufen!